Waschsymbole: Pflegesymbole einfach erklärt
Feinwäsche, Kochwäsche, Buntwäsche – bügeln, trocknen, reinigen … Die richtige Textilpflege kann ganz schön kompliziert sein, oder? Damit Ihre Wäsche eine geeignete Pflege bekommt, sollten Sie zuerst einen Blick auf das Pflegeetikett in dem jeweiligen Kleidungsstück werfen. Darauf finden Sie Waschhinweise des Herstellers, wie Sie Ihre Mode-Lieblinge optimal pflegen. Diese sind in Form von kleinen Symbolen abgedruckt.
Unser kurzer Ratgeber führt Sie durch den Pflegezeichen-Dschungel und erklärt Ihnen die einzelnen Pflegesymbole. Damit wird die richtige Pflege Ihrer Lieblingskleidung rund um Waschen, Bleichen, Bügeln, Trocknen und Reinigen ganz schnell zum Kinderspiel!
Alle Waschsymbole finden Sie hier in der kostenlosen PDF Übersicht der Pflege- und Wäschezeichen zum Ausdrucken für zuhause.
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1. Warum sind Waschsymbole wichtig?
Baumwolle, Polyester, Wolle, Leinen – Stoffarten sind heutzutage vielfältig wie nie und haben einen Bedarf an spezifischer Pflege. Vor allem bei feinen, empfindlicheren Materialien wie Wolle, Seide oder Viskose ist besondere Vorsicht geboten. Denn sonst ist der schöne Wollpullover oder das neue Kleid aus Viskose im Nu eingelaufen.
Wenn Sie sich jedoch an die Angaben des Herstellers auf dem Textiletikett halten, haben Sie lange Zeit Freude an Ihrem Kleidungsstück.
Für die Langlebigkeit Ihrer Kleidung sollten Sie daher die folgenden Waschzeichen-Symbole kennen und unsere Pflegetipps beachten.
2. Welche Waschsymbole gibt es?
Die Pflegesymbole (auch Wäschezeichen, Waschzeichen oder Waschsymbole genannt) geben Ihnen wichtige Hinweise zur richtigen Pflege Ihrer Kleidung. Sie sind eine Empfehlung des jeweiligen Herstellers für die geeignete Pflege der Textilien. Die Waschsymbole sind auf dem Pflegeetikett innerhalb des Wäschestücks, meist im unteren, seitlichen Bereich zu finden. Die für das jeweilige Kleidungsstück relevanten Pflege-Hinweise sind immer in folgender, festgelegten Reihenfolge auf dem Etikett angeordnet: Waschen, Bleichen, Trocknen, Bügeln und chemische Reinigung.
Die Symbole sind in fünf verschiedene Kategorien eingeteilt:
Waschen (& Schleudern), symbolisiert durch den Waschbottich
Bleichen, symbolisiert durch das Dreieck
Trocknen, symbolisiert durch ein Viereck den Wäschetrockner
Bügeln, symbolisiert durch das Bügeleisen
Chemische Reinigung, symbolisiert durch die Reinigungstrommel
3. Waschsymbole und ihre Bedeutung – die Waschzeichen-Hinweise im Überblick
Hier finden Sie die wichtigsten Wäschezeichen, ihre verschiedenen Varianten und deren Bedeutung.
Gut zu wissen: Die Piktogramme sind in ganz Europa einheitlich zugeordnet und festgelegt.
3.1. Waschen & Schleudern
Inzwischen hat jede Waschmaschine unterschiedliche Waschprogramme, von der Feinwäsche bis zur Kochwäsche ist nahezu alles dabei. Auf dem Waschzettel findet sich als Erstes das Symbol für Waschen und Schleudern. Es wird durch das Zeichen des Waschbottichs symbolisiert. Die im Bottich angegebene Zahl gibt jeweils die Höchsttemperatur an, die in der Waschmaschine oder bei der Handwäsche nicht überschritten werden darf.
Es gibt kein gesondertes Waschsymbol für Schleudern. Ob Sie die Wäschestücke schleudern dürfen oder ein Schonwaschgang empfehlenswerter ist, erkennen Sie daran, ob unter dem Waschbottich Striche abgebildet sind.
Ein Strich steht für einen Schonwaschgang wie das Pflegeleicht-Programm.
Zwei Striche sind das Waschsymbol für “nicht schleudern” und einen besonders schonenden Waschgang – das ist meist bei empfindlichen Materialien wie Wolle oder Seide der Fall.

Handwäsche
Hier gilt: die Wäsche sollte nur leicht durchgedrückt werden. Empfohlen wird Handwäsche bei empfindlichen Textilien, der sogenannten Feinwäsche, wie Seide, Wolle, Gardinen und Handarbeitstextilien.

Normalwäsche bei 60 °C
Buntwäsche und weisse Wäsche für Textilien aus Baumwolle, Leinen, Fasermischungen in kräftigen Farben (Bettwäsche, Handtücher, Unterwäsche, Socken).

Schonwäsche bei 40 °C
Schwarze, weisse oder Buntwäsche, sowie feine Textilien wie Wolle, Seide oder Chemiefasern (Kleider, Strumpfhosen, Pullover, Röcke, Schals, etc.).

Nicht waschen
Meist bei wasserempfindlichen Materialien wie Leder. In diesem Fall bitte auf das Symbol für die professionelle Reinigung achten.
3.2. Bleichen
Auf den Pflegehinweisen für Textilien veranschaulicht das Dreieck den Bleichvorgang. Es gibt folgende drei Varianten für das Bleichen:

Chlor- und Sauerstoffbleiche zulässig.

Nur Sauerstoffbleiche zulässig.
(keine Chlorbleiche)

Nicht bleichen
Hier nur Color- oder Feinwaschmittel verwenden. Voll- und Universalwaschmittel in Form von Pulver, Tabletten oder Granulat können Bleichmittel enthalten. Vorsicht auch mit Fleckenentfernungsmitteln.
3.3. Trocknen
Das Waschsymbol für den Trockner besteht aus einem Quadrat mit innenliegendem Kreis und Punkten. Es verrät Ihnen, ob Sie ein Kleidungsstück im Trockner trocknen können und wenn ja, bei welcher Temperatur.

Trommeltrocknen allgemein

Normale Trocknung im Wäschetrockner bei normaler Temperatur (80 °C).

Schonende Trocknung bei niedriger Temperatur (60 °C) im Trockner.

Nicht im Wäschetrockner trocknen.
Tipp: Textilien stattdessen einfach aufhängen und an der Luft oder liegend trocknen lassen.
3.4. Bügeln
Der Bügelvorgang wird durch das Bügeleisen symbolisiert. Die Punkte im Bügeleisen verweisen auf die Temperatureinstellungen, die das Kleidungsstück maximal verträgt.
Drei Punkte = stärkste Einstellung bei max. 200 °C für Baumwolle und Leinen. Wichtig: mit der Höchst-Temperatur keine Chemiefasern bügeln.
Zwei Punkte = mittlere Einstellung max. 150 °C für Wolle, Seide (ohne Dampf bügeln), Polyester und Viskose.
Ein Punkt = schwache Einstellung bei max. 110 °C für Textilprodukte aus Chemiefasern wie Polyamid, Polyacryl, Nylon, Acetat, etc.

Bügelzeichen allgemein

Bügeln bei geringer Temperatur (max. 110 °C)

Bügeln bei mittlerer Temperatur (max. 150 °C)

Bügeln bei hoher Temperatur (max. 200 °C)

Nicht bügeln
Meist bei dünnen, empfindlichen Natur- oder Kunstfasern. Tipp: Textilien beim Duschen im Bad aufhängen – der Wasserdampf glättet den Stoff.
3.5. Chemische Reinigung: Professionelle Textilpflege
Einige Kleidungsstücke sollten Sie direkt in die Reinigung geben. Eine professionelle Reinigung wird durch den Kreis (= Reinigungstrommel) symbolisiert. Buchstaben und Balken schlüsseln die Lösungsmittel auf, die bei der Reinigung verwendet werden dürfen. Diese Symbole sind für die Reinigungsmitarbeiter von Interesse. So bedeutet z.B. ein Kreis mit einem P darin, dass hier eine professionelle Trockenreinigung mit Perchlorethylen und/oder Chlorkohlenwasserstoff möglich ist; ein W im Kreis ist eine Empfehlung für eine professionelle Nassreinigung. Balken unter dem Kreis weisen auf einen schonenden Prozess hin. Ein durchgestrichener Kreis bedeutet, dass das Kleidungsstück nicht chemisch gereinigt werden darf, da die Fasern für die in der Reinigung verwendeten Mittel zu empfindlich sind.

Chemische Reinigung

Keine chemische Reinigung
Unsere Haushaltshelfer:
4. Hinweis zu Wasch- und Pflegesymbolen in anderen Ländern
Die oben beschriebenen Textilpflegesymbole sind seit 1963 von der GINETEX – der internationalen Pflegekennzeichnungsorganisation - genormt und damit in den meisten Ländern der Welt gültig. Ausnahmen stellen die USA und Südkorea dar: In diesen Staaten werden andere Wäschezeichen verwendet. Unser Tipp, wenn Sie Kleidung aus anderen Ländern kaufen: Informieren Sie sich direkt beim Hersteller und erfragen Sie die Pflege-Eigenschaften.
5. Praktische Tipps zur richtigen Textilpflege
Wollen Sie lange etwas von Ihrer Lieblings-Kleidung haben, sollten Sie die oben genannten Wäschesymbole auf den Etiketten in jedem Fall berücksichtigen. Ausserdem können Ihnen diese praktischen Tipps dabei helfen, Ihre Wäsche möglichst lange im Originalzustand zu erhalten.
Weniger ist mehr: Nehmen Sie nicht mehr Waschmittel, als auf dem Behälter angegeben. Dosieren Sie das Mittel nach vorgegebener Menge mit dem beiliegenden Messbehälter.
Grundsätzlich gilt beim Beladen der Waschmaschine: Nicht zu viel und nicht zu wenig! Die Wäschetrommel sollte nicht überladen werden, denn so kann die Wäsche nicht richtig gereinigt und Ihre Waschmaschine im schlimmsten Fall beschädigt werden.
Die Faustregel zur Füllmenge: Zwischen Schmutzwäsche und Trommel sollte auf jeden Fall noch eine Handbreite frei bleiben. Das maximale Gewicht einer Beladung geben die Hersteller an.
Anders bei Fein- oder Wollwäsche: Hier sollte die Waschmaschine beim Pflegeleicht-Programm maximal bis zur Hälfte gefüllt sein.Auch Ihre Waschmaschine hat einen gewissen Bedarf an Pflege: Reinigen Sie diese regelmässig mit einem speziellen Waschgang und geeigneten Produkten.
Hartnäckige Flecken auf Ihrem Wäschestück sollten schon vor dem Waschgang behandelt und die Farbbeständigkeit dementsprechend überprüft werden.
Vorsicht heiss! Bei Bedenken wegen der Bügelhitze legen Sie einfach ein Tuch oder ein Backpapier zwischen das Bügeleisen und Ihr Kleidungsstück, um den Stoff zu schonen.
Vermeiden Sie häufige Waschgänge: Die Textilien werden dadurch nur unnötig abgenutzt. Bei unangenehmen Gerüchen (z.B.: Zigarettenrauch) hängen Sie Ihr Kleidungsstück einfach nach draussen auf den Balkon oder bei Duschgängen ins Bad. Denn heisser Wasserdampf und frische Luft können starke Gerüche entfernen.
Und wie wasche ich schwarze Wäsche richtig?
Auch hier gilt grundsätzlich: Halten Sie sich beim Waschen an das Pflege-Etikett. Besonders schwarze Wäsche freut sich aber über zusätzliche Aufmerksamkeit in Sachen Pflege.
Gut zu wissen:
Sie haben kein spezielles Waschmittel für dunkle Kleidung zur Hand? Kein Problem! Auch herkömmliche Waschmittel funktionieren hervorragend. Um weisse Ablagerungen zu verhindern, können Sie auch einfach auf eine flüssige Variante ausweichen.
6. Waschsymbole im Überblick: PDF zum Ausdrucken
Einen Überblick über alle in Europa gültigen Wäschezeichen finden Sie als Download auf diesem Merkzettel. Einfach herunterladen, ausdrucken und lange Freude an Ihrer Kleidung haben.
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